Konfliktdiamanten


Was versteht man unter Konfliktdiamanten?

Unter Konfliktdiamanten versteht man jene illegal geschürften Diamanten, die zur Finanzierung von Armeen und Kriegen verkauft werden sollen, welche sich gegen legitime Regierungen wenden und bei denen die Bergarbeiter und Diamantenschürfer unter erheblichen Menschenrechtsverletzungen leiden. Daher sind diese Diamanten auch als Blutdiamanten bekannt.

Probleme mit Konfliktdiamanten gab es insbesondere in den 90er Jahren in Sierra Leone, Liberia, Angola. Bereits 1998 wurde ein erstes Verbot seitens des UNO-Sicherheitsrates für die UNITA (angolanische Rebellenbewegung) erteilt, Diamanten zu exportieren.

Dieses Verbot wurde jedoch regelmäßig umgangen.

Was sind konfliktfreie Diamanten?

Neben den klassischen 4 C's, die zur Klassifizierung von Diamanten angewendet werden, hat sich in den letzten Jahren eine weitere Kategorie zur Bewertung von Diamanten entwickelt: Conflict-free diamonds – konfliktfreie Diamanten.

Es ist natürlich nicht möglich, einem Diamanten seinen genauen Ursprung anzusehen. Darum wurden Zertifizierungsmethoden eingeführt, die den Anteil von Blutdiamanten am Weltmarkt verringern sollen. Um diese Maßnahme durchführen zu können, einigte sich die Diamantenindustrie, sowie importierende und exportierende Länder auf eine Selbstregulierung:

Den sogenannten Kimberley-Prozess.

Dieser führte mit 1.12.2000 zu einer einstimmig beschlossenen UNO-Resolution mit dem Ergebnis des gezielten Unterbindens und einem Verbot für den Handel mit Diamanten aus fragwürdiger Quelle. In Europa wurde dies gesetzlich mit der „EU-Verordnung“ (Anfang 2003) zur Umsetzung des Zertifikationssystems des Kimberley-Prozesses für den internationalen Handel mit Rohdiamanten juristisch festgehalten.. Ab diesem Zeitpunkt durften nur noch solche Diamanten gehandelt werden, für die offizielle Herkunftszertifikate des jeweiligen Ursprunglandes vorliegen. Zurzeit gibt es 54 Mitglieder, die 99.8% der Welt-Diamantenproduktion repräsentieren.

Im Rahmen dieses Prozesses wird der Weg der Rohdiamanten vom Abbau bis zum Export strengstens kontrolliert und verfolgt. Die Steine werden in einem unzerstörbaren Behälter versiegelt und dieser wird mit einem Zertifikat versehen. Der Import von Diamanten, die über kein von einem Mitgliedsland des Prozesses ausgestelltes Zertifikat verfügen ist ebenso verboten, wie der Export an Länder, die keine Mitglieder sind.

Ziele des Kimberley-Prozesses

Mit diesem Verfahren soll der Verkauf von Blutdiamanten gestoppt werden. Dieser soll langjährig nicht nur den Handel mit Konfliktdiamanten unterbinden, sondern auch zur Besserung der Arbeitsbedingungen der Schürfer und Bergarbeiter führen.

Unsere Lieferanten versichern uns, dass alle Diamanten durch Auswahl ihrer Vorlieferanten (Schleifereien) ,welche wir bei Ihnen einkaufen konfliktfrei sind. Diese Diamanten stammen aus einer zertifizierten Quelle (entsprechend den Maßgaben des Kimberley-Prozesses).


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